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Durch die Untersuchungen der Orgelwerkstatt
Wegscheider im Januar 2010 stellte sich zu unserer großen Überraschung
heraus, dass sich sieben fast vollständige Register aus dem 17.
Jahrhundert erhalten haben, die Hildebrandt damals übernahm. Dieses
Pfeifenwerk gehört zum ältesten in Sachsen.
Angesichts der Tatsache, dass dem Land Sachsen nur vier Orgeln aus dem
17. Jahrhundert erhalten blieben – Pomßen bei Leipzig, Niederschöna bei
Chemnitz, Lippersdorf und Lauterbach, wo sich jedoch nur das Gehäuse
erhielt – gewinnt die Lengefelder Orgel mit ihrem originalen Gehäuse um
so mehr an historischer Bedeutung, als sie ohnedies als
außergewöhnliches und unvergleichliches Werk ihres Erbauers schon hat.
Zusätzlich historisches Gewicht gewinnt sie noch einmal durch die
während der Untersuchung entdeckte außerordentlich hohe Qualität dieser
Pfeifen aus der Vorgänger-orgel, die bezüglich des Materials und seiner
Verarbeitung das Metallpfeifenwerk der oben aufgeführten Orgeln
qualitativ überragen.
Am 1. Februar 2010 hat der Kirchenvorstand der
Ev.-Luth. Kirchgemeinde Lengefeld dem Vorschlag der Orgelkommission
entsprechend beschlossen, die Rekonstruktion durch die Firmen Eule,
Bautzen, und Wegscheider, Dresden, durchführen zu lassen. Beide Firmen
verfügen bezüglich der Restaurierung und Rekonstruktion historischer
Orgeln – insbesondere auch der von Zacharias Hildebrandt – über
gründliche Erfahrung. |