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Die Besonderheit des Prospektes
„In der Anordnung der beiden Werke
wich Hildebrandt ebenfalls wesentlich von der Gepflogenheit seines
ehemaligen Lehrmeisters [Silbermann] ab, indem er das ,andere Werck’ in
der Mitte, das Hauptwerk aber geteilt zu beiden Seiten aufstellte, so
dass sich das eine wie das andere unmittelbar hinter dem Prospekt befand
und keines von beiden auf Kosten des anderen in seiner klanglichen
Entfaltung beeinträchtigt wurde. Somit hatte die Aufstellungsfrage eine
glückliche Lösung gefunden, die in gewisser Hinsicht vielleicht besser
war als das sonst übliche Hinterwerk, das überall dort gebaut wurde, wo
wegen zu geringer Höhe des Kirchenraumes ein eigentliches Oberwerk nicht
in Frage kam.
So erklärt sich auch die außergewöhnliche Breite der prachtvollen
Schauseite mit ihren drei Rundtürmen, den acht Zwischenfeldern, von
denen die vier oberen ausschließlich stumme Pfeifen enthalten, und den
beiderseits abschließenden kleinen Spitztürmen“ (Dähnert).

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