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Die Besonderheit des Prospektes
Im Juli oder August 1724 hatte
Zacharias Hildebrandt einen Kontrakt zur Reparatur und Umsetzung der
vorhandenen Orgel unterzeichnet. Aus verschiedenen Gründen entschloss
man sich jedoch, ein neues Werk bauen zu lassen. Dieses unterschied sich
in Klangaufbau und Gehäusegestaltung deutlich von den Instrumenten
Gottfried Silbermanns.
„In der Anordnung der beiden Werke wich Hildebrandt ebenfalls wesentlich
von der Gepflogenheit seines ehemaligen Lehrmeisters [Silbermann] ab,
indem er das ,andere Werck’ in der Mitte, das Hauptwerk aber geteilt zu
beiden Seiten aufstellte, so dass sich das eine wie das andere
unmittelbar hinter dem Prospekt befand und keines von beiden auf Kosten
des anderen in seiner klanglichen Entfaltung beeinträchtigt wurde. Somit
hatte die Aufstellungsfrage eine glückliche Lösung gefunden, die in
gewisser Hinsicht vielleicht besser war als das sonst übliche
Hinterwerk, das überall dort gebaut wurde, wo wegen zu geringer Höhe des
Kirchenraumes ein eigentliches Oberwerk nicht in Frage kam.
So erklärt sich auch die außergewöhnliche Breite der prachtvollen
Schauseite mit ihren drei Rundtürmen, den acht Zwischenfeldern, von
denen die vier oberen ausschließlich stumme Pfeifen enthalten, und den
beiderseits abschließenden kleinen Spitztürmen“ (Dähnert).

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