Die Rekonstruktion

Gute Voraussetzungen für die Rekonstruktion bilden Vergleichsorgeln von Zacharias Hildebrandt und Gottfried Silbermann . So wird die bereits im 19. Jahrhundert entfernte »Vox humana«, da sich keine Bauform von Hildebrandt erhalten hat, nach der von Silbermann in Ponitz gebauten »Vox humana« rekonstruiert.
Eine wertvolle Fotodokumentation vom Orgelinneren, die vor dem Umbau 1933 noch entstand, bildet entscheidende Anhaltspunkte für die Rekonstruktion. Die Ursache für das Entfernen aller Holzpfeifen beschreibt 1932 Kurt Pomp in den Mitteilungen des Sächsischen Heimatschutzes: „Das stolze Instrument ist vollständig dem Wurmfraß zum Opfer gefallen. Ungezählte Bohrgänge lassen mit leisem Rauschen den Spielwind entweichen. [...] Die für die Tonbildung der Orgelpfeife empfindlichen Teile werden immer mehr durch das herabrieselnde Holzmehl verstopft“.

Rekonstruiert werden neben fehlenden Metallpfeifen alle Holzpfeifen, fünf Windladen, Tontraktur, Registertraktur, Klaviaturen, Balg- und Kanalanlage sowie der Tremulant nach dem Vorbild des von Hildebrandt einzig erhaltenen Tremulanten in Sotterhausen.
 

Wurmfraß Pedallade


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